angeborener, ein- oder doppelseitiger, häutiger oder knöcherner Verschluss der hinteren Nasenöffnung (Choane) am Übergang von Nasenhaupthöhle zum Nasen-Rachen-Raum.
Befund: Bei der doppelseitigen Choanalatresie können Neugeborene nicht durch die Nase atmen. Schwerste, lebensbedrohliche Atemnot mit Erstickungsanfällen ist die Folge. Das Neugeborene muss, um zu atmen, das Saugen und Trinken ständig unterbrechen. Dabei besteht die Gefahr, dass Nahrung in die Atemwege gelangt (Aspiration) und dort entzündliche Veränderungen hervorruft.
Behandlung: Bei Erstickungsanfällen muss unter Umständen eine künstliche Beatmung durchgeführt werden, oft ist auch die Sauerstoffgabe ausreichend. Ist die Nahrungsaufnahme stark behindert, werden die Neugeborenen über eine Sonde ernährt. Der Verschluss muss operativ eröffnet werden, wobei die Operationsergebnisse umso besser sind, je später der Eingriff erfolgt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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