primär gutartiger Knochentumor aus Knorpelgewebe. Chondrome treten entweder zentral im Knochen (Enchondrom) oder weiter im Randbereich in der Nähe der Knochenhaut (periostales Chondrom) auf. Befallen werden bevorzugt die kurzen Röhrenknochen der Hände und Füße, gelegentlich auch das Stammskelett (Becken, Rippen, Wirbelsäule). Beim Auftreten multipler Chondrome handelt es sich um eine Systemerkrankung des Skeletts (Enchondromatose). Das Chondrom tritt gehäuft vor dem 40. Lebensjahr auf. Der Knochen treibt knollig auf, verursacht aber selten Beschwerden. Im Röntgenbild wird die Auflösung von Knochengewebe (Osteolyse) sichtbar. Wird dabei die Knochenrinde zu dünn, steigt das Risiko für Knochenbrüche. Die Behandlung erfolgt abhängig von Symptomen und Veränderungen in der Kernspintomografie. Bei Beschwerdefreiheit werden regelmäßige Kontrollen mithilfe der Kernspintomografie durchgeführt. Bei Beschwerden oder entsprechenden Veränderungen wird das Chondrom operativ entfernt.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 07.12.2010
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