akute Infektionskrankheit, die durch das Dengue-Virus ausgelöst wird und die sich in den Tropen und Subtropen, v. a. in Südostasien, zunehmend ausbreitet. Die Viren werden durch Stechmücken übertragen. Die Inkubationszeit beträgt ca. 2–10 Tage.
Befund: Die Erkrankung beginnt mit einem plötzlichen Fieberanstieg auf 39–40 °C mit Kopf-, Gelenk-, Kreuz- und Muskelschmerzen, die ein steifes Gangbild hervorrufen können, sowie Schmerzen hinter der Augenhöhle. Am 3. Tag fällt das Fieber ab, um am 5.–7. Tag wieder anzusteigen. Es kann zu einem masern- oder scharlachähnlichen Hautausschlag, Lymphknotenschwellungen am ganzen Körper, Milzvergrößerung und Nervenentzündungen kommen. Zu einer Entfieberung kommt es meist am 6.–8. Tag. Das Dengue-Fieber hat einen überwiegend guten Verlauf. Dennoch können Komplikationen wie Lungenentzündung oder Kreislaufversagen eintreten.
Eine lebensbedrohliche Komplikation ist das hämorrhagische Dengue-Fieber oder Dengue-Schocksyndrom, das durch Blutgerinnungsstörungen und Kreislaufversagen gekennzeichnet ist. Bisher wird diese Form vorwiegend bei Kindern in Südostasien beobachtet. Die Diagnose des Dengue-Fiebers erfolgt durch Erreger- und Antikörpernachweis im Blut.
Behandlung: Mangels spezifischer Therapien können nur Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden durchgeführt werden (z. B. Schmerztherapie). Der Vorbeugung dienen Schutzmaßnahmen gegen Stechmücken (z. B. Kleidung, Moskitonetz) und das Meiden von Wasserflächen (Stechmückenreservoire).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2011
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