zu den Staublungenerkrankungen zählende Berufskrankheit, die zu bindegewebigen Schrumpfungsprozessen (Lungenfibrose) führt.
Ursache: Eine Quarzstaublunge entsteht nach langjähriger Einatmung von kristallinen Quarzfeinstäuben, deren Staubkörnchen bis in die Lungenbläschen gelangen. Betroffen sind v. a. Bergleute, aber auch Beschäftigte in Stein verarbeitenden Berufen (z. B. Steinmetz), Porzellan- und Glasarbeiter sowie Arbeiter, die Sandstrahlarbeiten verrichten.
Befund: Meist treten trockener Husten und Atemnot auf, beim Abhören findet der Untersucher feine Rasselgeräusche. Bei fortschreitender Fibrose entwickelt sich allmählich eine Ateminsuffizienz und eine zunehmende Rechtsherzbelastung (chronisches Cor pulmonale) mit Einschränkung der Lebenserwartung. Das Risiko einer Lungentuberkulose ist erhöht. Im Röntgenbild lassen sich Verschattungen nachweisen.
Behandlung: Die Behandlung besteht in der strikten Vermeidung eines weiteren Kontaktes zu Quarzstaub, auch das Rauchen muss unterbleiben. Infekte werden antibiotisch behandelt. Bei zunehmender Ateminsuffizienz kommen eine Sauerstofflangzeitbehandlung und eine zeitweilige Heimbeatmung zum Einsatz. Im Rahmen einer Quarzstaublunge entwickelt sich nicht selten eine chronische Bronchitis bis hin zum Lungenemphysem. Dann muss eine bronchienerweiternde Therapie ähnlich wie beim Bronchialasthma durchgeführt werden.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 09.12.2010
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