neurologische Erkrankung, die durch einen Vitamin-B12-Mangel bedingt ist und mit Schmerzen und Empfindungsstörungen v. a. an den Beinen einhergeht.
Ursache: Vitamin-B12-Mangel tritt häufig bei speziellen Bluterkrankungen (perniziöse Anämie), Alkoholmissbrauch oder Magenerkrankungen auf. Erst wenn der Mangel mehrere Jahre besteht, sind die Speichervorräte des Körpers erschöpft; es kommt zu einem Zerfall der Umhüllungen von Nervenfasern (Markscheiden) v. a. im Rückenmark.
Befund: Neben Missempfindungen an Füßen und Händen geben die Erkrankten rasche Ermüdbarkeit beim Gehen, Zungenbrennen, Blasenentleerungsstörungen oder Impotenz als Beschwerden an. Später können Lähmungen der Beine, Koordinationsstörungen und psychische Störungen hinzutreten.
Behandlung: Eine hoch dosierte intravenöse Vitamin-B12-Gabe kann das Fortschreiten der Krankheit verhindern, begleitend wird die Grunderkrankung behandelt. Bei rechtzeitigem Einschreiten können sich die Beschwerden vollständig zurückbilden; bei zu spätem Behandlungsbeginn bleiben dauerhafte Schäden bestehen.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 08.12.2010
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