Die Schilddrüse bildet die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) sowie Kalzitonin. Das Hormon TSH (Thyreotropin) reguliert die Ausschüttung von T3 und T4. Die Schilddrüse spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel.
Produziert das kleine Organ nicht mehr genügend T3 und T4, kommt es zu einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose). Diese äußert sich mit Symptomen wie Gewichtszunahme, schnelles Frieren und Abgeschlagenheit.
Bei einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) werden zuviel Hormone gebildet. Anzeichen sind unter anderem Gewichtsverlust, übermäßiges Schwitzen und Ruhelosigkeit.
Vergrößert sich die Schilddrüse, schwillt an oder bildet Knoten, nennen Mediziner das Kropf oder Struma. Diese kann mit einer Schilddrüsenüber- als auch -unterfunktion verbunden sein.
Ein Verfahren zur Untersuchung der Schilddrüse ist die sogenannte Szintigrafie. Mithilfe eines radioaktiven Medikamentes lassen sich dabei Rückschlüsse auf die Funktion einzelner Schilddrüsenbereiche ziehen. Kleinere Schilddrüsenareale mit gesteigerter Funktion werden auch als „heiße Knoten“ bezeichnet. Solche, die keine oder nur wenig radioaktive Substanz aufnehmen, als „kalte Knoten“. Diese können in seltenen Fällen auf Schilddrüsenkrebs hindeuten.
Auch sogenannte Autoimmunkrankheiten betreffen die Schilddrüse. Dabei greift das körpereigene Immunsystem das Organ an. Bei der Hashimoto-Thyreoiditis führt dies zu einer chronischen Entzündung. Morbus Basedow geht oft mit einer Schilddrüsenüberfunktion und Augensymptomen einher.
Die Schilddrüse braucht Jod, um die Schilddrüsenhormone bilden zu können. Da der Körper Jod nicht selbst bildet, muss es in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen werden!
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08.07.2009, aktualisiert am 31.10.2011
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